Das SACO-Verfahren

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SACO-2Bauteile, die später verklebt werden, müssen vorbehandelt werden, wenn die Verklebung eine hohe Zuverlässigkeit sowie gute Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit, Temperatur und aggressiven Medien aufweisen soll. Das gilt besonders dann, wenn von Hause aus schwer verklebbare Werkstoffe zu fügen sind. Materialien wie Metall, Kunststoff und Keramik stellen da besonders hohe Anforderungen, wenn eine hohe Einsatzsicherheit und Langzeitbeständigkeit der Klebverbindung erreicht werden soll.

Bei der speziellen SACO Methode werden silikatbeschichtete Korund-Körner mithilfe eines Saugstrahlgeräts auf ein Bauteil beschleunigt.  Dabei raut das Strahlgut die Oberfläche des Bauteils auf, trägt lose Teile ab und beschichtet zugleich die Oberfläche. Beim Aufprall des Korns auf die Oberfläche des Bauteils platzt die Beschichtung ab und verbindet sich durch den entstehenden Druck und den lokalen Temperatureintrag fest mit der Oberfläche.

Phase 1
Phase 1:
Das Korundkorn trifft mit hoher Geschwindigkeit auf das zu bearbeitende Werkstück
Phase 2
Phase 2:
Beim Aufprall werden Teile der Oberfläche abgetragen und sofort abgesaugt
Phase 3
Phase 3: Durch Druck und Temperaturanstieg verbindet sich ein Teil des Korundkorns fest mit der Oberfläche
Phase 4
Phase 4 : Der nicht verbundene Teil des Korns wird abgesaugt und als Ergebnis wird eine beschichtete Oberfläche erzielt

Die Langzeitstabilität und Reproduzierbarkeit der Verklebung kann so signifikant gesteigert werden. Zugleich ist die Oberfläche des Bauteils besser geschützt, beispielsweise gegen Korrosion. Als besonders vorteilhaft hat sich die Vorbehandlung von Klebeflächen aus Stahl, Aluminium und Keramik mit dem SACO-Verfahren gezeigt.Für selektive Vorbehandlungen und Verklebungen von Bauteilen, etwa in der Automobilzulieferindustrie, ist dieses Verfahren sehr gut geeignet. Anwendung findet das SACO-Verfahren auch bei der Durchführung von Reparaturen. Das Verfahren kann ohne Vorkenntnisse durchgeführt werden, da die Handhabung einfach ist und die bestrahlte Fläche sich optisch abhebt.

SACO-auf-Al-2SACO-auf-Al-1SACO-auf-AL-6 Drei Beispiele für das Beschichten von Aluminium mit der Kombination Saugstrahlen und  Saco-Verfahren. 

Das richtige Strahlmittel

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strahlmittelDie richtige Auswahl des Strahlmittels bestimmt entscheidend das Ergebnis und die Wirtschaftlichkeit des Saugstrahlverfahrens. Es ist unser Ehrgeiz, die besonderen kundenspezifischen Anforderungen für Ihre Anwendungen zu erfüllen.

Durch Strahlversuche, Mustererstellung oder Machbarkeitsstudien direkt beim Kunden oder in unserem Hause schaffen wir das notwendige Know-How, um die optimalen Strahlergebnisse hinsichtlich Qualität und Wirtschaftlichkeit für unsere Kunden zu erreichen.

Die optimale Wirkung eines Strahlmittels ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Die besonderen Anwendungsgebiete und Eigenschaften des Vakuum Saugstrahlverfahrens erfordern auch besondere Kenntnisse über den optimalen Strahlmitteleinsatz. Hier nur einige Beispiele für Strahlmittel, die wir in Versuchen und in der Praxis einsetzen.

 

 

organische-strahlmittel
 Organische Strahlmittel
carbide
Carbide
silikate
Silikate
aluminiumoxide
Aluminiumoxid

Verfahrenstechnik

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verfahren-01Vakuum-Saugstrahlen bezeichnet die von uns patentierte Technik des Sandstrahlens im Unterdruck. Dabei wird in einem geschlossenen System ein Unterdruck erzeugt, der ein Strahlmittel ansaugt, das dann mit hoher Geschwindigkeit auf die zu bearbeitende Fläche befördert wird. Durch die kinetische Energie des Strahlmittels kommt es zum Abtrag auf der zu behandelnden Oberfläche.

Das Verfahren ist die präzise Alternative für die Bearbeitung unterschiedlichster Materialien und Anwendungen. Das Spektrum reicht vom feinsten Abtragen im μ-Bereich bis hin zum Durchbohren sehr harter Werkstoffe.

 

Gegenüber dem herkömmlichen Sandstrahlen und vielen anderen Verfahren bietet das Saugstrahlen eine ganze Reihe entscheidender Vorteile:

  • Das Verfahren kann exakt an die zu bearbeitende Oberfläche angepasst werden. Wenn es um die präzise Einhaltung definierter Parameter geht, zeigt das Saugstrahlen seine Stärke: Es kann z.B. beim Abtragen eine Genauigkeit von ± 1μm erreicht und prozesssicher eingehalten werden.
  • Wird die Technik in eine Fertigungslinie integriert, werden überaus exakt reproduzierbare Oberflächenparameter erzielt und sicher eingehalten.
  • Viele der Anlagenkomponenten sind auf Grund der technologischen Möglichkeiten sehr verschleißfest, einfach im Aufbau und damit weitgehend wartungsfrei ausgelegt.
  • Dank des geschlossenen Systems können alle Granulate optimal zurück gewonnen und wiederverwendet werden.
  • Dank des geschlossenen Systems gelangen weder Strahlmittel noch Abtrag in die Umgebung. Schutzanzüge, Abdeckarbeiten, Baustelleneinrichtung, Einhausungen, Reinigen, Atem- oder Arbeitsschutzmaßnahmen sind nicht mehr notwendig.